Donnerstag, 20. November 2014

Energiewende

Handelsblatt, 19.11.2014
Ende des Subventionswahns

Weltweit bezuschussen 40 Länder Öl, Gas und Benzin mit insgesamt einer halben Billion Dollar. Doch viele denken um.

Indonesiens Präsident Joko Widodo ist ein Vorreiter. Er stutzte die Subventionen für Benzin und Diesel. Daraufhin stiegen gestern die Treibstoffkosten in Südostasiens größter Volkswirtschaft um über 30 Prozent. Mehr als acht Milliarden US-Dollar sollen dadurch frei werden, die der Staat an anderer Stelle ausgeben kann. „Das Land braucht das Geld für Infrastruktur, Bildung und Gesundheit”, sagte Widodo als Begründung für die Reduktion der bisher 29 Milliarden Dollar teuren Treibstoff- und Stromsubventionen. 

Nicht nur Indonesien bezahlt einen hohen Preis: Die Internationale Energieagentur (IEA) beziffert das Volumen solcher Subventionen in ihrem in der vergangenen Woche vorgelegten World Energy Outlook für 2013 auf 548 Milliarden US-Dollar, die in insgesamt 40 Ländern gewährt werden – Gas, Strom und vor allem Öl. Das verleitet nach Überzeugung der IEA zu einem verschwenderischen Umgang mit den Brennstoffen. „Wenn man auf die Subventionierung verzichtete, stünde mehr Geld zur Verfügung für Maßnahmen zur Energieeinsparung oder zur Kohlendioxidreduktion“, sagte IEA-Chefökonom Fatih Birol dem Handelsblatt. Außerdem würden die öffentlichen Haushalte entlastet.

Dieser Argumentation scheinen Regierungschefs zunehmend zu folgen – und bekommen dabei Rückenwind von den Rohstoffmärkten. Der indische Premier Narendra Modi hob vergangenen Monat die Preiskontrollen für Diesel auf. Der Treibstoff wurde für die indischen Verbraucher deswegen aber nicht teurer, sondern sogar um fünf Prozent billiger. Der Grund: Das derzeit international so günstige Öl hatte den Marktpreis in den vergangenen Wochen ohnehin unter den staatlich festgelegten Preis gedrückt. Was sonst in der Bevölkerung zu großem Unmut geführt hätte, wird so erst einmal akzeptiert.

Ohnehin verfehlen die staatlichen Hilfen das politische Ziel, einkommensschwache Bevölkerungsgruppen zu unterstützen. „Unsere Analysen zeigen, dass nur acht Prozent des eingesetzten Geldes die ärmsten 20 Prozent der Bevölkerung erreichen“, sagt IEAChefökonom Birol. Häufig profitieren etwa Autofahrer, die in den weniger wohlhabenden Ländern zu den reicheren Schichten zählen. Die IEA registriert in manchen Ländern ein Umdenken, als Beispiele sieht er etwa Malaysia, Indonesien und Thailand. „Die Subventionen sind nicht effizient, sie verzerren die Ressourcenallokation“, erläutert Malaysias Wirtschaftsminister Mohamed Mustapa dem Handelsblatt. Der zweite Grund sei die Belastungen des Staatshaushalts gewesen. Wichtig sei aber ein Abbau in kleinen Schritten. „Sonst ist die Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu groß.“ 

Samstag, 4. Oktober 2014

Pro-Fracking-Kampagne

Stellungnahme des BBU
Als reinen Publicity-Coup und Einladung zu einem Pseudo-Dialog bezeichnet der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die Pro-Fracking-Anzeigenkampagne von ExxonMobil und die persönlichen Briefe, die Vertreter von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen und Abgeordnete in den letzten Tagen erhalten haben. Unter dem Deckmantel der angeblichen Dialogbereitschaft verbreitet ExxonMobil bundesweit altbekannte Irreführungen über die Ungefährlichkeit des republikweit bekämpften Gasbohrens.
Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU führt hierzu aus: „Offenbar steht es schlecht um die Fracking-Pläne von ExxonMobil. Es drängt sich der Eindruck auf, als würde der Gaskonzern aus diesem Grund zum Mittel der aggressiven und aufwändigen Medienkampagne greifen. Damit sollen kurz vor den Beratungen zu Fracking in Bundestag und Bundesrat die öffentliche Meinung und die Entscheidungsträger beeinflusst werden.
Doch die nun publizierten Argumente des Konzerns sind in der Debatte um Fracking längst widerlegt worden. Die Kampagne von ExxonMobil wird wirkungslos verpuffen.“
Zu den Irreführungen gehört, dass Exxon Mobil seine Fracking-Pläne im Schiefergas als Beitrag zur Energiewende verkaufen will, um Sympathien zu erringen. In realistischen Prognosen kann die deutsche Schiefergasproduktion jedoch lediglich 2 – 3% zum Energieverbrauch Deutschlands beitragen. Im Vergleich dazu legten die Erneuerbaren Energien jährlich um 0,8% zu. Bei einem kontinuierlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien, dem Kernpunkt der Energiewende, ist die Förderung des fossilen Energieträgers Schiefergas daher überflüssig und kontraproduktiv.
Auch die Behauptung von ExxonMobil, es würden nur noch ungiftige Frac-Fluide verwendet, führt in die Irre. Denn selbst wenn diese Stoffe ungiftig sind, können sie noch zahlreiche weitere Gefahrenmerkmale nach dem europäischen Chemikalienrecht aufweisen, z.B. die Eigenschaft “gesundheitsgefährdend“. Und Gefahren wie Erdbeben entstehen unabhängig davon, welche Inhaltsstoffe die Frac-Flüssigkeiten enthalten.
Die Aussage, dass die Schiefergasförderung nur zu einem geringen Flächenbedarf führen würde, steht im Widerspruch zu den Erfahrungen aus den USA und zu den Aussagen des zweiten Gutachtens des Umweltbundesamtes zu Fracking. Hier soll anscheinend mit einer pauschalen Aussage ein wichtiges Argument politisch Verantwortlicher, die sich gegen Fracking ausgesprochen haben, ausgehebelt werden.

Nicht mit der Realität in Einklang zu bringen ist die Aussage des Gaskonzerns, dass beim Fracking im Schiefergas „kein salziges Wasser aus dem Untergrund mitgefördert“ würde. Egal, ob eine Förderung im Sandgestein (Tight-Gas-Lagerstätte) oder im Schiefergestein stattfindet:
Mitgefördert wird immer Lagerstättenwasser aus dem Untergrund, welches mit Schwermetallen, krebserregenden Stoffen oder radioaktiven Substanzen belastet sein kann.
Der BBU rät daher den von ExxonMobil angesprochenen politischen Entscheidern, Experten und der Öffentlichkeit, der durchsichtigen Kampagne von ExxonMobil nicht auf den Leim zu gehen. 
Die vorliegenden naturwissenschaftlich-technischen Erkenntnisse zeigen: Fracking ist nicht kontrollierbar, sondern eine unbeherrschbare Risikotechnik, die ausnahmslos verboten werden muss.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Deutschlands heimliche Atomtransporte

29.06.2014 - ZDF - Mediathek - planet e.
2011 hat die Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Bis Ende 2022 sollen alle deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet sein. Doch der sogenannte Atomausstieg ist eine Mogelpackung. Wie "planet e." zeigt, wird Deutschland weiterhin eine entscheidende Rolle in der Kernenergie spielen - bei der Anreicherung von Uran und der Produktion von Brennstäben.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2178366#

Donnerstag, 19. Juni 2014

Fracking

17.06.2014
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat den jüngsten Vorstoß des Präsidenten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hans Joachim Kümpel, Fracking ein positives Image zu geben, deutlich kritisiert. Der Umweltverband bezeichnet die Äußerungen als einen rein ideologisch motivierten Vorstoß, der keine naturwissenschaftliche Basis besitzt. Ohne neue Fakten auf den Tisch zu legen, hatte der BGR-Präsident Fracking als praktisch risikolose Technik bezeichnet. Der BBU wirft der BGR vor, Erkenntnisse aus den USA, Schadensereignisse aus der Vergangenheit und die internationale Fachliteratur bewusst auszublenden.
Als grob irreführend bezeichnet der BBU dabei die beschönigende Aussage des BGR-Präsidenten, Fracking sei in Deutschland in über 50 Jahren in mehr als 320 Fällen angewandt worden; „dabei habe man Erfahrungen gewonnen.“
Oliver Kalusch, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt: „BGR-Präsident Kümpel wirft Nebelkerzen. Ein systematisches Monitoring, eine Überprüfung der Frac-Vorgänge und eine unabhängige Auswertung von Monitoring-Ergebnissen existieren nicht. Bereits in der Vergangenheit haben Experten immer wieder die Offenlegung angeblicher Daten gefordert. Dies ist die BGR bis heute schuldig geblieben. Die immer wieder vorgebrachten positiven Erfahrungen mit Fracking existieren nicht.“
Der BBU macht darauf aufmerksam, dass dies nicht der erste Vorgang ist, der erhebliche Zweifel an einer seriösen Arbeit der BGR aufkommen lässt .So enthüllte ein Nachrichtenmagazin 2006 eine Studie, gemäß der zwei Erdbeben in Norddeutschland vom Herbst 2004 und Sommer 2005 vermutlich von der Erdgasförderung verursacht wurden. Statt die Studie ernst zu nehmen, an der auch zwei Experten der BGR beteiligt wurden, distanzierte sich die Behörde lieber von den Ergebnissen ihrer eigenen Forscher, dementierte einen Zusammenhang zwischen starken Erdbeben und der Gasförderung und stellte sich somit gegen Deutschlands kompetenteste Erdbebenwissenschaftler.
Für den BBU ist klar, dass die BGR die Augen vor den Gefahren des Frackings systematisch verschließt. Der Umweltverband fordert daher das Bundes-Wirtschaftsministerium auf, einzugreifen und sicherzustellen, dass die Behörde zukünftig nach wissenschaftlichen und nicht nach ideologischen Maßstäben arbeitet.
http://www.bbu-online.de

Umweltschutz in Russland

Die russische Umweltorganisation Ecodefense erhielt gestern einen Untersuchungsbericht des russischen Justizministeriums, in dem die Organisation zum „ausländischen Agenten“ erklärt wird. Nach Gesetzesverschärfungen, die im Jahr 2012 erlassen worden sind, darf die Regierung derart eingestufte zivilgesellschaftliche Organisationen stärker überwachen, ihnen durch zusätzliche Kontrollen das Leben schwer machen und somit ihre demokratischen Grundrechte maßgeblich beschneiden. 
Ecodefense wehrt sich gegen diese Form der Repression: „Wir haben in unserer ganzen Geschichte Entscheidungen stets mit unseren Mitgliedern getroffen und nie die Interessen ausländischer Gruppen oder Organisationen vertreten. Aus Prinzip haben wir uns niemals in Parteipolitik eingemischt, bei der es aus unserer Sicht nur darum geht, politische Macht zu gewinnen“, erklärt Vladimir Slivyak, einer der Gründer der Organisation.
„Die Entscheidung des Justizministeriums hängt wohl maßgeblich mit unserer Kampagne gegen den Bau eines Atomkraftwerkes in der Nähe der Stadt Kaliningrad zusammen“, schlussfolgert Slivyak. Diese war so erfolgreich, dass die Pläne im vergangenen Jahr gestoppt worden sind. Noch im April 2013 hatte eine Untersuchung des Generalbundesanwalts die Arbeit von Ecodefense als unbedenklich eingestuft. Nachdem wenig später der Bau des baltischen Atomkraftwerks aufgegeben werden musste, änderte sich plötzlich diese Sicht. „Zwischen 2013 und heute hat Ecodefense seine Arbeitsweisen und –methoden aber nicht verändert. Deshalb sehen wir die Einstufung als ‚ausländischer Agent’ durch das Justizministerium als Racheakt für eine erfolgreiche Anti-Atom-Kampagne. Wir sind somit quasi ein Opfer unseres eigenen Erfolgs“, so Slivyiak. 
„Unsere öffentlichen Aktionen und Erklärungen gegen den Bau des baltischen Atomkraftwerks zielen auf den Schutz des Rechts russischer Bürger auf eine gute Umwelt, wie sie die russische Verfassung vorsieht. Wir bedauern, dass die Regierenden sich nun für diese Repressionen entschieden haben und werden unseren Ruf, wenn nötig, vor Gericht verteidigen“, kündigt Slivyak an.
Die Umweltorganisation urgewald arbeitet seit Jahren eng mit Ecodefense zusammen und verurteilt die Repressionen, die die Existenz der Organisation bedrohen können. „Ecodefense leistet durch seine sachlich fundierte und sehr couragierte Arbeit unter schwierigen Bedingungen einen wertvollen Beitrag zum Aufbau einer funktionierenden Zivilgesellschaft. Wir fordern Bundestag und Bundesregierung auf, sich bei der russischen Regierung gegen derartige Repressionsmaßnahmen auszusprechen und sich konsequent für die Wahrung der demokratischen Grundrechte einzusetzen“, so Regine Richter von urgewald.
http://urgewald.org/presse/russische-umweltorganisation-wegen

Mittwoch, 18. Juni 2014

Gentechnik: EU-Parlament muss Ausstiegs-Betrug stoppen

15.06.2014
Zur Abstimmung über neue EU-Regeln für Gentechnik-Pflanzen und nationale Anbauverbote im EU-Umweltministerrat in Luxemburg erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik von Bündnis 90/Die Grünen:
Im Schatten des WM-Auftakts hat die Merkel-Regierung heute gemeinsam mit der Mehrzahl der EU-Staaten den Gentechnik-Ausstiegs-Betrug ganz nach den Plänen der Konzernlobby abgesegnet. Was die Umweltminister in Luxemburg heute als großen Wurf und mühsam errungene Einigung feiern, bedeutet in Wahrheit den Anfang vom Ende der Gentechnikfreiheit in Europa - wenn es so umgesetzt wird.
Der heute beschlossene EU-Vorschlag erfüllt nicht einmal die von der Großen Koalition beschlossenen völlig unzureichenden Minimalanforderungen. Gentechnikfreie Staaten würden zu Bittstellern bei den Konzernen - das ändert sich auch nicht dadurch, dass die EU-Kommission quasi als Postbote zwischengeschaltet wird. Außerdem zweifeln Experten, darunter der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages, an der Klagefestigkeit der neuen Ausstiegsgründe. Es ist erschreckend, dass Umweltministerin Barbara Hendricks dennoch den EU-Entwurf als ,,klare, eindeutige rechtliche Regelung" bezeichnet und die begründete Kritik von Umwelt- und Ökoverbänden als ,,falsche Wahrnehmung" abtut.
Zum Glück ist jetzt erst einmal das EU-Parlament am Zug. Wir setzen darauf, dass sich die Abgeordneten auf ihren eigenen, sehr guten Entwurf für eine Neuregelung der europäischen Gentechnik-Zulassungen von 2011 zurückbesinnen und entsprechende Änderungen durchsetzen. Gegen Gentech-Pflanzen brauchen wir in ganz Europa endlich rechtssichere Anbauverbote und verschärfte Zulassungsregeln, die auch sozio-ökonomische Folgen berücksichtigen.
Denn was uns heute als ,,Ausstieg" aus der Gentechnik verkauft werden soll, dient in Wahrheit nur dazu, Monsanto und Konsorten endlich den Weg für Genmais und weitere Laborgewächse in großem Stil auf Europas Äcker zu bereiten. Das Kalkül der Großkonzerne: Als Gegenleistung für die Möglichkeit nationaler Ausnahmen sollen die betroffenen Staaten den ,,Zulassungsstau" in der EU bei Gentechpflanzen auflösen. Luxemburg hat das heute im Ministerrat genauso kritisiert und dem Ausstiegs-Betrug nicht zugestimmt. Daran hätte sich Deutschland ein Beispiel nehmen müssen. Denn vor dem Anbau steht die Zulassung - und die gilt es zu verhindern! Wer wirklich keine Gentechnik will, der lässt sie gar nicht erst zu.
http://www.gruene-bundestag.de

Für ein frackingfreies Deutschland

https://secure.avaaz.org/de/petition/Frackingfreies_Deutschland

Samstag, 14. Juni 2014

Treibhausgase

Die CO2-Konzentration erreicht Rekordwerte, aber die Öffentlichkeit wird weiter in die Irre geführt! Die Kohlendioxid-Werte über der Nordhalbkugel lagen im April dauerhaft über 400 Teilen pro Million. Ein neuer Negativ-Rekord. 
Alle reden und schreiben über die Industrie, Busse und LKWs. Nur der Hauptverursacher wird nicht einmal erwähnt: 
Die „Nutztierindustrie“ und ihre Produktion von Fleisch und Milch ist durch den Ausstoss von Treibhausgasen wie Methan und CO2 noch vor dem gesamten globalen Verkehr (PKW, LKW, Schiffe, Flugzeuge) der Hauptverursacher der globalen Erwärmung und damit der Klimakatastrophe. Das renommierte WorldWatch Institute hat am 21.10.2009 eine Studie über die Bedeutung der Tierhaltung und des Konsums tierlicher Produkte für den Klimawandel veröffentlicht. Demnach ist der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern für mindestens 51 % der weltweiten von Menschen ausgelösten Treibhausgasemissionen verantwortlich!
Und warum erwähnt niemand den Hauptverursacher des Klimawandels? Weil so gut wie alle in Wissenschaft, Journalismus und Politik Tierprodukte konsumieren. Man kann ja schlecht die Tierprodukte als Hauptschuldige benennen, wenn man anschliessend selbst gefragt werden könnte, wie man es selbst mit dem Konsum von Tierprodukten hält. Offenbar ist es psychologisch besser erträglich, die wesentlichen Fakten zu verschweigen bzw. irreführend darzustellen, als ein vorsätzlicher und skrupelloser Klimavernichter entlarvt zu werden, der zwar die Tierprodukte als Hauptursache des Klimawandels benennt, gleichzeitig aber durch den Konsum von Tierprodukten dafür verantwortlich ist, dass die Welt für die nachfolgenden Generationen ruiniert wird.
http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/treibhausgas-co2-konzentration-erreicht-rekordwerte/9953862.html

Dienstag, 27. Mai 2014

Erdgespräche - Ein Treffpunkt für Gleichgesinnte

Initiatorin der ERDgespräche ist Angie Rattay aus Wien. Die ERDgespäche sind eine Diskussionsveranstaltung, die seit 2008 jährlich in Wien stattfinden. Viele Menschen, die Angie Rattay über ihr Diplomprojekt, die Gebrauchsinformation für den Planeten Erde, getroffen hatte, sollten einen Ort bekommen, an dem sie sich treffen und austauschen konnten. Die ersten ERDgespräche fanden 2008 statt. 3 Vortragende sprachen und 130 Gäste hörten zu, redeten mit und schufen und festigten Netzwerke.
Aufgrund des großen Erfolgs der ersten ERDgespräche fand die Veranstaltung ein zweites Mal 2009 mit 270 Gästen im Naturhistorischen Museum statt, und 2010 ein drittes Mal mit bereits über 500 Gästen im Wiener Rathaus. Die Wiener Hofburg ist seit 2011 das Basisquartier der ERDgespräche. Im selben Jahr wurde die Veranstaltung zum ersten Mal via Livestream übertragen. Die ERDgespräche sind zum größten grünen Event Österreichs avanciert.
Der Rightlivelihood  Award ist seit 2012 offizieller Partner der ERDgespräche. Im Verlauf der Jahre haben Preisträgerinnen und Preisträger wie Hermann Scheer, Vandana Shiva, Ledum Mitee oder Bianca Jagger bei den ERDgesprächen gesprochen. 
Die ERDgespräche sind weiterhin ein großer Erfolg. Über 700 Menschen nehmen jedes Jahr teil. Tausende verfolgen das Event via Livestream. In naher Zukunft sollen die ERDgespräche in andere Länder gebracht werden.
http://erdgespraeche.net

Montag, 28. April 2014

Internationaler Tag zur Abschaffung von Tierversuchen

27. April

http://www.tag-zur-abschaffung-der-tierversuche.de

Tag der erneuerbaren Energien, 26. April


Der Tschernobyl-Jahrestag ist auch Tag der 'Erneuerbaren Energien'
http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Veranstaltungen/Heute-ist-Tag-der-erneuerbaren-Energien_article1398489309.html

Weltmalariatag 25. April

Wer am 25. April angesichts des Weltmalariatages einen Blick in den jüngsten World Malaria Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wirft, findet dort die Zuversicht, dass die für 2015 gesetzten Milleniumsziele für die Malariabekämpfung in vielen Regionen erreicht werden können. Wer genauer hinschaut, erkennt jedoch, wie labil die erreichten Erfolge sind. Malaria-Programme basieren im Wesentlichen immer noch auf dem Einsatz von Medikamenten und Insektenvernichtungsmitteln und damit weitgehend auf Chemie. Diese Waffen im Kampf gegen Malaria sind jedoch bedroht, weil Resistenzen gegen die verwendeten Wirkstoffe bedenklich zunehmen und finanzielle Mittel fehlen, um die Programme den Vorgaben der WHO entsprechend zu realisieren. Umso wichtiger ist, dass die neuen Programme für die Zeit nach 2015 sowohl die lokalen sozialen Strukturen mit ihrer Vielzahl von Akteuren wie auch nicht-chemische Ansätze der Malariakontrolle sehr viel stärker einbeziehen. Wie das geschehen könnte, hat PAN in einer Leitlinie dargestellt, die sich an Geldgeber von Malariaprogrammen, aber auch an jene Personen richtet, die Aktivitäten gegen Malaria planen oder durchführen. 
http://www.pan-germany.org/download/ddt/malaria_funders_framework_short%20info.pdf

Donnerstag, 3. April 2014

Energiewende

http://netzfrauen.org/2014/03/20/atomausstieg-wie-wahrhaftig-ist-angela-merkel/

Hungerkrisen durch Klimawandel

Im Rahmen der in Japan vom 25. bis 30. März 2014 abgehaltenen Konferenz des UN Klimarates (IPCC) wurde der Sachstandsbericht über die Risiken und Folgen des Klimawandels sowie über Möglichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel verabschiedet. Darin prognostizieren Wissenschaftler eine stärkere Beeinträchtigung der Ernten und Nahrungsmittelproduktion durch die Erderwärmung als bisher. Die Wissenschaftler schätzen, dass auf Grund des Klimawandels die globale Produktion von Grundnahrungsmitteln um zwei Prozent pro Jahrzehnt sinken wird, während der Bedarf gleichzeitig um 14 Prozent ansteige. Anlässlich des Berichts warnte Oxfam in der Kurzstudie „Hot and Hungry: how to stop climate change dereiling the fight against hunger“ davor, dass die Welt nicht hinreichend auf Hungerkrisen infolge des Klimawandels vorbereitet sei. Anhand von zehn Faktoren wird aufgezeigt, wie gut ein Land vorbereitet ist, um mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Nahrungsmittelproduktion und auf die Bevölkerung umzugehen. Mit den wichtigsten Faktoren wird etwa analysiert ob und mit welchen Maßnahmen die Länder sich an klimatische Veränderungen anpassen, inwiefern ihre sozialen Sicherungssysteme in der Lage sind, mit klimabedingten Krisen fertig zu werden und wieviel in landwirtschaftliche Forschung investiert wurde, um vielfältigere und resistentere Samen (wieder) zu entwickeln oder bessere Bewässerungssysteme zu schaffen.
Problematisch könne nach Oxfam zudem die Nahrungsmittelhilfe und die Versicherung der Bauern gegen Ernteausfälle werden, denn die globalen Vorräte von Getreide seien auf einem historischen Tiefstand. Vor diesem Hintergrund fordert Oxfam: „Die Europäische Union muss ihre Pläne für ihre zukünftigen Klimaschutzziele deutlich verschärfen“, denn die aktuellen Vorschläge der Europäischen Union (EU) zum Klimaschutz seien „unzureichend und verantwortungslos“.

Dienstag, 18. März 2014

Global Marshall Plan Initiative

Die Global Marshall Plan Initiative setzt sich ein für eine Welt in Balance. Das Gleichgewicht soll wiederhergestellt werden durch eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft, eben einen Global Marshall Plan. Die Initiative wird von vielen tausend Organisationen und Einzelpersonen unterstützt. Koordiniert wird sie durch einen Kreis von derzeit sieben Organisationen: Deutsche Gesellschaft Club of Rome, Global Marshall Plan Foundation, Ökosoziales Forum Europa, Ökosoziales Studierendenforum Österreich, Peter Hesse Stiftung, Stiftung Weltvertrag, ThinkCamp gem. eG. 
http://www.globalmarshallplan.org

Montag, 17. März 2014

Vom Leben nach der Atomkatastrophe

http://buchholzblog.wordpress.com/tag/alexander-neureuter

Amnesty International verpflegt vegan

http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/amnesty-international-vegan

Nachhaltigkeitstage 2014

11.07. + 12.07.2014
Unter dem Motto „Wir setzen ZeicheN!“ werden im Rahmen der Nachhaltigkeitstage 2014 jeweils ganztägig dezentrale, von gesellschaftlichen Akteuren aus dem ganzen Land getragene Aktivitäten stattfinden. Ziel der Nachhaltigkeitstage ist es, die Bedeutung einer nachhaltigen Entwicklung zu verdeutlichen und nachhaltige Projekte und Initiativen in Baden-Württemberg sichtbar und erlebbar zu machen.
Kommunen, Landkreise, Unternehmen, Vereine, Verbände, Verbünde, Bildungseinrichtungen, Kirchen, Organisationen, Institutionen, Landwirtschaftsbetriebe und alle, die nachhaltig denken, handeln und leben, sind aufgerufen, sich an den Nachhaltigkeitstagen 2014 zu beteiligen und ihre Ideen, Initiativen und Innovationen der Öffentlichkeit zu präsentieren und so auf ihre Art ein ZeicheN! zu setzen.
http://www.nachhaltigkeitstage-bw.de

Gentechnische Verunreinigungen

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Pflanze/Gentechnische-Verunreinigungen-in-Nahrungsmittel-gestiegen_article1394947531.html

Samstag, 15. März 2014

Atomkraft - Das Billionen-Dollar-Desaster

http://www.tagesschau.de/inland/milliardengrab-atomkraft100.html

Top 10 Atomländer


In Deutschland gibt es derzeit noch neun betriebsfähige Kernreaktoren: Isar/Ohu 2 (E.ON), BrokdorfE.ON), Philippsburg 2 (EnBW), Grohnde E.ON), Emsland (RWE),  Neckarwestheim 2 (EnBW), GrafenrheinfeldE.ON), Gundremmingen B (RWE) und Gundremmingen C (RWE). 


Montag, 10. März 2014

Atomkraft in der Ukraine

https://www.global2000.at/atomkraft-der-ukraine

Gentechnisch veränderte Lebensmittel

http://www.eatnoshit.org/indexg.html

EU-Atomausstieg

http://www.blogs.ausgestrahlt.de/energiewende/studie-eu-atomausstieg-bis-2030

Gentechnik - USA

http://www.neopresse.com/umwelt/usa-biobauern-berichten-ueber-weitlaeufige-kontaminierung-durch-gensaaten

Fragen zur Energiewende

http://www.sonnenfluesterer.de

Atomenergie

11.03.2014
Als es vor gerade mal drei Jahren in Fukushima zur Kernschmelze kam, war das beherrschbare Restrisiko der zivilen Atomenergienutzung endgültig Geschichte. "Der Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Fukushima sollte uns alle daran erinnern, wie teuer uns die Nutzung der Atomkraft zu stehen kommt, wenn wir nicht auf wirklich nachhaltige Alternativen für unsere Energieversorgung setzen", warnte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller auch angesichts der weiter ungelösten Frage der Endlagerung hochradioaktiver Abfälle und der steigenden Stromerzeugung aus klimaschädlichen Kohlekraftwerken.
In Deutschland verkündete die Bundesregierung im Eiltempo nach der Katastrophe den erneuten Atomausstieg und der Bundestag bekannte sich parteiübergreifend zur so genannten Energiewende. Auch einige andere Staaten, die bisher auf Atomenergie setzten, wie Belgien und die Schweiz, beschlossen das Ende dieser unbeherrschbaren Technologie. Doch inzwischen beginnt sich der Wind schon wieder zu drehen - Politiker in Berlin und Brüssel machen Stimmung gegen die Energiewende. Mit ständigen Verweisen auf steigende Strompreise, die Notwendigkeit der Marktintegration und möglichen Gefahren für die Versorgungssicherheit wollen sie letztendlich das dreckige Geschäft der konventionellen Energiewirtschaft mit Atom und Kohle schützen.
Das prominenteste Beispiel ist der aktuelle Streit zwischen EU-Kommission und Bundesregierung über die künftige Förderung erneuerbarer Energien im Strommarkt und die ausgeuferten Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen. Ohne Einigung droht die Einstufung des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als "unerlaubte Staatsbeihilfe". "Wahrscheinlich behält die Industrie ihre Privilegien, muss sich aber künftig stärker an den Kosten des EEG beteiligen. Wenn aber der weitere Zubau erneuerbarer Energien künftig nur noch über europaweite Ausschreibungen erfolgen soll, dann werden davon allenfalls riesige Wind-, Wasser- und Solarkraftwerke und damit die großen Energieunternehmen profitieren", so Miller. Ein erfolgreicher Umbau in Richtung eines umweltverträglichen, stärker dezentral organisierten und intelligent vernetzten Energiesystems sei dann nicht mehr möglich.
Während die Förderung für erneuerbare Energien unter Beschuss ist, setzt Großbritannien weiter auf Kernkraft und will für das neue Atomkraftwerk Hinkley Point C den Betreibern 35 Jahre lang eine lukrative Vergütung mit einem Strompreis von über 11 Eurocent garantieren. Zum Vergleich: Neue Windenergieanlagen an Land erzeugen bereits heute in Deutschland günstiger Ökostrom. Selbst die oft als Kostentreiber der Energiewende diffamierten Photovoltaikanlagen können auf diesem Preisniveau konkurrieren. "Wenn die EU-Kommission jetzt neue Subventionen für Atomstrom genehmigen sollte und gleichzeitig feste Einspeisetarife für Strom aus erneuerbaren Energien aus Gründen der Wettbewerbsverzerrung abschaffen will, wäre das ein fatales Signal gegen eine zukunftsfähige Energiepolitik in Europa", sagte NABU-Energieexpertin Tina Mieritz.
Atomkraft ist nicht nur gefährlich für Mensch und Natur, sondern birgt auch immense ökonomische Risiken. In ganz Europa werden Baustellen von Atommeilern zum industriepolitischen Desaster und sind zum Teil bereits aufgegeben, wie in Bulgarien. In Finnland explodierten die Baukosten für die Dauerbaustelle der Atomanlage Olkiluoto von ursprünglich drei Milliarden auf fast neun Milliarden Euro. Im Vergleich dazu wird eine Energieversorgung auf Basis von Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien in Europa bereits 2030 günstiger sein als das heutige System. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass die Förderung der Atomenergie den deutschen Steuerzahler in den letzten Jahrzehnten bereits über 230 Milliarden Euro gekostet hat.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Diktatur der Genmais-Lobby

http://www.geolitico.de/2014/02/17/dikatur-der-genmais-lobby

Die Gentechnik-Lüge

http://renegraeber.de/blog/die-gruene-gentechnik-luege

Der neue Genmais 1507 – ein Flop schon vor dem Anbau

Das ist alles typisch deutsch, oder auch europäisch. Wenn andere Länder bereits im „Dreck“ versinken, dann springen wir noch hinein, um zu sehen, ob man wirklich untergeht. Die ARD holt uns die Fakten direkt aus Brasilien. Da braucht man weder Gutachten, noch Propagandameldungen. Man sieht es direkt aus der Praxis, welcher Unsinn dieser neue Mais ist. Aber weil ihn der Konzern dort nicht mehr verkaufen kann, sucht man neue Absatzmärkte. Und wir in Europa nehmen alles, was andere nicht mehr haben wollen.
Letzte Woche war helles Aufsehen in ganz Deutschland, weil sich der deutsche Agrarminister Friedrich in Brüssel bei der Abstimmung enthalten hatte. Aufgrund des Aufsehens verkündete er, er werde sich dafür einsetzen, dass dieser Mais in Deutschland nicht angebaut wird. Naja, umständlicher geht es wohl nicht mehr. Hätte er dagegen gestimmt, würde er in der ganzen EU nicht angebaut. Gerade so, als wenn ich im Haus eine Tragmauer entferne und dann verkünde, ich werde versuchen, den Einsturz zu verhindern. Unsere Politiker überschlagen sich in ihrer Geisteskraft. Dieses Aufsehen war Merkel zu viel und man brauchte schnell ein anderes Thema. So spielte man den Fall Edathy groß heraus und alle reden nur noch davon und niemand mehr vom Genmais. Unabhängig, dass dies ein riesiger Skandal ist, bin ich fest der Überzeugung, das Friedrich nicht wegen Edathy so schnell gehen musste, sondern wegen seiner Einstellung zum Genmais. Und jetzt sehen wir in der ARD, dass sich aus der Zulassung dieses Genmais 1507 ein noch größerer Skandal entwickeln wird. Bleiben wir dran, es wird noch spannend, welche Sandale man weiter vorschiebt, um vom Genmais abzulenken. Josef Feilmeier, Landhändler ohne Gentechnik, http://www.feilmeier.info

Die Fukushima-Lüge

WideBlick: Mittwoch, 26. Februar 2014, 23.15 Uhr + ZDFzoom: T.

Montag, 17. Februar 2014

Nicholas Stern fordert Revolution

15. Februar 2014
Der britische Ökonom Nicholas Stern fordert eine industrielle Revolution in seinem Heimatland – hin zu einer ökologischen Wirtschaft. Mit einem Gastbeitrag in der britischen Tageszeitung The Guardian vom 14. Februar machte der ehemalige Weltbank-Chefökonom auf die weltweit spürbaren Wetterextreme aufmerksam, die auf den Klimawandel zurückzuführen seien. "Die Geschichte lehrt uns, wie schnell die Industrie transformiert werden kann, wenn es entsprechende technische Entwicklungen gibt", schreibt der Autor des berühmten Stern-Reports, der 2006 die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels erstmals in Zahlen fasste. 
Kohlendioxidarme Technologien würden weltweit schon entwickelt – die Politik der Industrieländer müsse nun endlich eine klare Linie fahren. Das gebe auch der Privatwirtschaft Sicherheit für Investitionen. "Klimawandel ist hier und jetzt. Er kann zu globalen Konflikten führen. Doch die Politiker zanken", so Stern. Den Industrieländern mangele es an Visionen und politischem Willen, um für ein starkes neues Klimaabkommen 2015 in Paris zu streiten.
Sterns Appell richtet sich vor allem an seine Regierung. Großbritannien müsse eine Vorreiterrolle im Klimaschutz einnehmen. Für die ökonomische Wende fordert er neben der schnelleren Einführung kohlendioxidarmer Technologien auch politische Maßnahmen: Der Preis für Energie, inbegriffen die schädlichen Emissionen von fossilen Energieträgern, müsse der Realität entsprechen. Der Ökonom schlägt höhere Preise auf Treibhausgasemissionen für die gesamte Wirtschaft vor. Die britische Regierung müsse dazu stärker mit der EU zusammenarbeiten. 
Stern, derzeit Professor an der London School of Economics, räumt ein, dass die Risiken des Klimawandels mittlerweile noch größer seien als in seinem Stern-Report vorausgesagt. "Wenn wir die Emissionen nicht reduzieren, werden wir noch schlimmere Konsequenzen spüren und die Temperaturen werden unkontrolliert um vier Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau steigen", schreibt Stern und malt ein düsteres Szenario: Mehrere hundert Millionen Menschen müssten aus den schwer betroffenen Gebieten fliehen, Kriege würden entfesselt werden.
Auch in Großbritannien gebe es bereits spürbare Klimawandelfolgen, so Stern: Seit dem Jahr 2000 habe die Insel vier der fünf niederschlagreichsten Winter erlebt und die sieben wärmsten Jahre seit Beginn der Wettermessung. Bei einer wärmeren Atmosphäre komme es zu stärkerer Wolkenbildung. Zusammen mit einem steigenden Meeresspiegel werde das die Gefahr für Überflutungen in England weiter erhöhen, warnt Stern. Nicht nur in Großbritannien, auch weltweit seien die Auswirkungen in diesem Winter bereits spürbar: Australien und Argentinien leiden unter Rekord-Hitzewellen, Brasilien unter Überflutungen. Im vergangenen November tötete der Zyklon Haiyan tausende Menschen allein auf den Philippinen. 
Stern verfasste seinen Report 2006 im Auftrag der britischen Regierung. Die umfangreiche Studie kommt zu dem Schluss: Die Kosten des Klimawandels in der Zukunft sind deutlich höher als die Kosten eines engagierten Klimaschutzes heute. Den Klimawandel zu bekämpfen sei daher langfristig auch eine Strategie für Wirtschaftswachstum. Im Herbst 2013 haben sieben Länderregierungen angekündigt, einen neuen Report à la Stern in Auftrag zu geben. Neun Millionen US-Dollar stecken Äthiopien, Großbritannien, Indonesien, Kolumbien, Norwegen, Schweden und Südkorea deshalb in das Projekt New Climate Economy.                   www.klimaretter.info/wirtschaft/nachricht/15748-nicholas-stern-ruft-auf-zur-klimarevolution

Drei Jahre Fukushima

Wir fordern von der japanischen Regierung:

  • den konsequenten Atomausstieg: keine Wieder-Inbetriebnahme der AKWs, keinen Bau neuer AKWs sowie keinen Export von Atomtechnologie; 
  • den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien und Investitionen in Energieeffizienz; 
  • verantwortungsvolle und effektive Maßnahmen, um die weitere Verseuchung in und um FUKUSHIMA zu verhindern, insbesondere um den weiteren Zufluss von Radioaktivität ins Meer endlich zu stoppen; 
  • die Evakuierung von Menschen, vor allem Kindern, aus dem verseuchten Gebiet; 
  • angemessene Entschädigungen/Unterstützungen für die FUKUSHIMA-Betroffenen; 
  • eine der Gefährlichkeit entsprechende Behandlung und Lagerung des Atommülls einschließlich der abgetragenen kontaminierten Erdmassen; 
  • eine transparente Informationspolitik und die Rücknahme des Geheimhaltungsgesetzes. 

Quelle: http://www.antiatomberlin.de

Sonntag, 16. Februar 2014

Die Grenzen des Wachstums

Die Erkenntnis, dass die bekannten Bodenschätze unseres Planeten endlich sind, ist nicht neu. Schon in den 70er-Jahren hatte der Club of Rome die „Grenzen des Wachstums“ auf unserer Erde mit deutlichen Zahlen aufgezeigt, was den damaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Herbert Gruhl veranlasste, im September 1975 ein Buch herauszugeben mit dem Titel: "Ein Planet wird geplündert – Die Schreckensbilanz unserer Politik ". Er forderte darin die Abkehr von einer auf Massenkonsum zielenden Wachstumspolitik hin zum Verzicht auf Konsumorientierung. Außerdem müsse das Bevölkerungswachstum auf der Erde gestoppt werden, um die Menschen noch weiter ernähren zu können. Das Buch wurde zur Grundlagenliteratur der Grünen, ein "Ökobestseller", der in der Politik eine "Planetarische Wende" einfordert. Gruhl wurde mit seiner "Grünen Aktion Zukunft" einer der Mitbegründer der Grünen, von dennen er sich mit der Gründung der ÖDP schon 1982 absetzte und 1990 schließlich in der rechtskonservativen Organisation der "Unabhängigen Ökologen Deutschlands" (UÖD) Fuß fasste.
Auch heute noch wird sein Buch gerne zitiert und auch von der derzeitigen Bundeskanzlerin hochgeschätzt. Aber es hat sich - fast 40 Jahre später und nach einer Zeit der Regierungsbeteiligung der Grünen - die Lage nur noch verschärft, obwohl politisch unentwegt für Klimaschutz und Ressourcenschonung gesprochen wird und wirtschaftlich opportune mit dieser Argumentation Projekte subventioniert werden. Doch die Politik ist offensichtlich nicht in der Lage, die Plünderung des Planeten zu stoppen und den Massenkonsum zu reduzieren, weil eben gerade der im Zeitalter des Tittytainments nötig ist, um die Überprodukte der Kapitalverwertung, also der Mehrwertproduktion, noch wertgerecht abzusetzen. Das Warenhandelskapital verschiebt sich dennoch zunehmend in das des Finanzkapitals, weil das so genannte Wirtschaftswachstum eben kein Wachstum der Wirtschaft, also der wirtschaftlichen Effizienz ist, sondern den Zwangsläufigkeiten des Wertwachstums folgen muss. Dieses hat sich inzwischen in den Wettcasinos der Börsen zu einer ungeheueren Wolke von fiktivem Kapital, aufgebläht, das immer aggressiver nach Anwendung giert und jedwede Chance nutzt und auch selbst produziert, um seine absterbenden Geldwerte durch "Frischgeld" aus Investitionen oder Arbeitsverschärfungen oder Verschuldungswirtschaft zu ernähren.
Quelle: Wolfram Pfreundschuh
http://kulturkritik.net
http://wikipool.net

Donnerstag, 23. Januar 2014

Für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft

(Berlin, 18.01.2014 )
Angeführt von hunderten Bäuerinnen und Bauern und 70 Traktoren zogen 30 000 Menschen vor das Kanzleramt in Berlin. Die DemonstrantInnen forderten von Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel einen Kurswechsel in der Agrarpolitik. Statt weiterhin „Klientelpolitik für die Agrarindustrie“ zu betreiben, solle sich die Bundesregierung für eine soziale, tiergerechte und ökologische Agrarwende einsetzen.„Die Große Koalition fährt die Agrarpolitik an die Wand! Wer Megaställe genehmigt und subventioniert, wer auf Export und Freihandel setzt und dann auch noch darüber nachdenkt, Gentech-Pflanzen auf Europas Äckern zuzulassen, der lässt die Bäuerinnen und Bauern im Stich und handelt gegen die Interessen von VerbraucherInnen, Tieren und Umwelt“, sagt Jochen Fritz vom Wir haben es satt!“-Bündnis. „Wir erwarten von der neuen Bundesregierung eine Landwirtschaftspolitik, die das Arten- und Höfesterben stoppt und den Hunger in der Welt bekämpft.“ 
Die Veranstalter kritisierten besonders das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP). „Hinter verschlossenen Türen verhandelt die EU-Kommission über ein Freihandelsabkommen, das Bauern und Verbrauchern gleichermaßen schadet.
Die große Mehrheit der Menschen will keine Chlorhühnchen, kein Hormonfleisch und keine Gentechnik durch die Hintertüre“, sagte Fritz. Genau das drohe aber, wenn das geplante Freihandelsabkommen abgeschlossen wird.Aufgerufen zu der Demonstration hatte das „Wir haben es satt!“-Bündnis aus über  100 Organisationen, darunter Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen, Natur-, Tier- und VerbraucherschützerInnen, Entwicklungsorganisationen und Erwerbsloseninitiativen.

Energiewende - Craig Morris

http://welcometotheenergiewende.blogspot.de

Gabriels Reform des EEG

http://www.energieheld.de/blog/oekostrom-foerderung-kappen-gabriel-spd

Freitag, 10. Januar 2014

Hormone in der Viehzucht

8.01.2014
Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich aufgefordert, den Einsatz von Hormonen zur Leistungssteigerung in der Ferkelzucht zu verbieten. Die systematische Anwendung von Hormonpräparaten insbesondere in größeren Schweineställen diene vor allem dazu, den Betreuungsaufwand der Muttertiere zu verringern und die Ferkelanzahl zu erhöhen, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Dies sei weder mit dem Tierschutz noch mit dem Schutz der Umwelt vor dem Eintrag risikobehafteter Stoffe zu vereinbaren, sagte Weiger.
Die Praxis, in großem Stil gesunden Sauen Hormonpräparate zu verabreichen, um deren Sexualzyklen gleichzuschalten, widerspreche auch der eigentlichen Zielstellung des Arzneimittelgesetzes. Dieses sehe vor, dass Medikamente zur Heilung kranker Tiere eingesetzt würden, sagte der BUND-Vorsitzende. "Bundesagrarminister Friedrich muss dieser tier- und umweltschädlichen Praxis einen Riegel vorschieben", sagte Weiger. "Was wir brauchen ist eine Kehrtwende in der Agrarpolitik. Weg von der Massentierhaltung und weg von der Subventionierung einer Agrarindustrie, die Tiere zu Gebärmaschinen macht", so der BUND-Vorsitzende.
Durch den Einsatz hormonell wirksamer Medikamente bei Muttersauen würden in großen Schweinezuchtanlagen zunehmend Ferkel in unnatürlich hoher Anzahl geboren, sagte die BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning. Dies führe auch zu einer höheren Anzahl toter Ferkel. Mit der Gülle gelangten hormonell wirksame Substanzen zudem in Böden und Gewässer und damit auch in Trinkwasserressourcen. Hormone könnten nicht oder nur teilweise aus dem Wasser entfernt werden, sagte Benning.
Der BUND-Vorsitzende Weiger forderte Bundesagrarminister Friedrich auf, sämtliche Daten zu den in der Nutztierhaltung verwendeten Hormonen und deren Mengen offen zu legen. Die letzte veröffentlichte Zahl von 670 Kilogramm pro Jahr in der Veterinärmedizin eingesetzter Hormonpräparate stamme von 2003. Da die Tierhaltung seitdem weiter intensiviert worden sei, würden inzwischen vermutlich sehr viel größere Mengen zur Anwendung kommen. Strenger überwacht werden müsse vor allem der Einsatz der sogenannten Steroide. Diese als erbgutschädigend und krebserregend geltenden Medikamente dienten unter anderem in der Sauenhaltung zur Zyklusgleichschaltung.
Deutschland müsse sich davon verabschieden, auch bei Fleisch den Titel "Exportweltmeister" anzustreben, sagte Weiger. "Eine Agrarpolitik, die vor allem auf Wachstum der industriellen Tierhaltung setzt, führt zu mehr Umweltschäden, großem Tierleid und hohen Folgekosten für die Gesellschaft. Gegen diese Risiken und Nebenwirkungen der Agrarindustrie werden wir am 18. Januar anlässlich der Grünen Woche in Berlin gemeinsam mit vielen tausenden Verbrauchern und ökologisch wie konventionell wirtschaftenden Landwirten demonstrieren", sagte der BUND-Vorsitzende.
Eine Kurzfassung der BUND-Studie "Zum Einsatz von Hormonen in der intensiven Sauenhaltung" finden Sie im Internet unter: www.bund.net/pdf/studie_hormoneinsatz_landwirtschaft