Mittwoch, 19. Oktober 2016

Milliardengrab Kernfusion

Die Süddeutsche Zeitung meldet den nächsten Milliarden-GAU beim Kernfusionsprojekt ITER in Südfrankreich. Demnach sollen weitere Kostensteigerungen von fast sechs Mrd. Euro entstehen, das Gesamt-Projekt mit vielen Bauverzögerungen dann schon über 20 Mrd. Euro insgesamt verschlingen. Vor 2035 wären noch nicht mal Forschungen möglich. Für die Energiewende spielt diese Technik auch in den nächsten Jahrzehnten keinerlei Rolle. Die EU wird in den nächsten Monaten entscheiden müssen, ob sie den Wahnsinn mit Steuergeldern weiter finanzieren will, statt das Geld für sinnvolle Projekte zur Energiewende einzusetzen. Die EU muss die Reißleine ziehen und aussteigen
Zu Berichten über milliardenhohe Zusatzkosten für die EU beim Fusionsreaktor ITER, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:
 ITER ist ein Fass ohne Boden: Obwohl die EU einen Kostendeckel in Höhe von 6,6 Milliarden für den Fusionsreaktor ITER beschlossen hatte, sollen nun ab dem Jahr 2021 weitere Kosten in Höhe von mehr als fünf Milliarden Euro auf sie zukommen. Es wird Zeit auszusteigen, bevor das Projekt noch mehr Milliarden frisst.
 Dieses Vorhaben ist von Anfang an ein Rohrkrepierer, das Steuergelder ohne erkennbaren Nutzen verschlingt. Sollte man in der Zukunft mittels Kernfusion überhaupt jemals Energie erzeugen können, müssen wir bis dahin die Energiewende längst geschafft haben. Wind- und Sonnenstrom werden dann unschlagbar günstig sein. Die zentrale, schlecht regelbare Großstromerzeugung von Fusionsreaktoren ist bereits heute nicht mehr zeitgemäß.
 Die EU muss jetzt klare Kante zeigen und die Reißleine ziehen. Statt weiterhin Unsummen in diesem Milliardengrab zu versenken, muss sie die erneute Kostensteigerung zum Anlass nehmen, um endlich aus ITER auszusteigen. Die Gelder sind in der Forschung für das Gelingen der Energiewende weitaus besser angelegt.

Mittwoch, 10. August 2016

Ist die Welt noch zu retten?

Über diese Fragen diskutieren Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski am Sonntag, 21. September 2008, im "Philosophischen Quartett" des ZDF. Ihre Gesprächspartner sind der Katastrophen-Experte, Bestseller-Autor und Globalisierungspessimist Harald Welzer und der Beobachter der Globalwirkungen in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, Franz Josef Radermacher, ein prominenter Globalisierungsoptimist. Wirtschaftswissenschaftler Franz Josef Radermacher sagt: Ja, die Welt ist noch zu retten! Projekte für Wohlstand und Wohlfahrt könnten, global gesteuert und auf Interessenausgleich ausgerichtet, auf Befriedung und langfristige Sicherheit hinwirken. Kulturwissenschaftler Harald Welzer ist dagegen skeptisch - vor allem aufgrund der dramatischen Klimaveränderungen. Wie wird die Welt umgehen mit Gewaltkonflikten, Bürgerkriegen, ethnischen Säuberungen und gewaltigen Flüchtlingsströmen bei schwindenden Überlebensräumen? Ist die eine, einige Welt nur ein Gutmenschentraum oder die einzige, letzte Chance, die der Menschheit gegeben ist? Schön und friedvoll scheint unser Planet allenfalls noch aus der Perspektive der Astronauten auszusehen. Und doch ist alles, was die Erde, ihre Zivilisationen und Kulturen heute bedroht, nur ein Vorgeschmack auf die großen globalen Krisen, die das 21. Jahrhundert bestehen muss, wenn die Menschheit überleben will. Wie schlecht steht es um die Welt? Terror und Kriege, Umweltkatastrophen, Menschenrechtsdesaster und Korruption, politischer Betrug und brutale Durchsetzung von Profitinteressen bedrohen die Gesellschaften.
http://wideblick.blogspot.de/2016/08/harald-welzer-ist-die-welt-noch-zu.html

Freitag, 1. Juli 2016

Die Energiewende als Beihilfe?

Von Felix Ekardt
http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/eug-urteil-t4715-eeg-strom-umlage-beihilfe-ausdehnung-begriff-energiewende-deutschland