Brasilien ist ein Land der Gegensätze: Auf der Liste der Gentechnikproduzenten ist es die Nummer zwei nach den USA. Im Kampf gegen den Hunger gilt es als ein Vorbild. Während der Regenwald weiter dem scheinbar unstillbaren Hunger der Agrarkonzerne geopfert wird, fördert und erforscht kein anderes Land der Erde auch so systematisch die Entwicklung agrarökologischer Anbaumethoden. An der Spitze sowohl der FAO als auch der WTO stehen heute Vertreter des Landes, aus dem die EU die meisten Agrarprodukte importiert.
Professor Antônio Inácio Andrioli ist Vize-Rektor der Bundesuniversität Fronteira Sul (UFFS), die sich an 6 Standorten im Süden Brasiliens dem Auftrag widmet, die Entwicklung in den „Südstaaten“ Parana, Rio Grande do Sul und Santa Catarina durch Beteiligung und Bildung ihrer ländlichen Bevölkerung zu fördern. Mit seinem Buch „Agro-Gentechnik: Die Saat des Bösen“ hat sich Andrioli als Kritiker einen Namen gemacht. Heute ist er Mitglied der Nationalen Biosicherheitskommission (CTNBio), die für die Zulassung von GVOs in Brasilien zuständig ist.
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